Der Weg zur Läuferin

/ von Nela / Schreibe einen Kommentar

Irgendwann eines morgens vor über 10 Jahren beschloss ich zur Läuferin zu werden und lief einfach drauf los…. Und lief und lief und lief…
Nein, leider war das nicht ganz so einfach und der Einstieg war letztendlich doch schwieriger als gedacht.

Es muss so gegen Ende 2005 gewesen sein, als ich dieses Projekt ernsthaft in Angriff genommen habe. Vorher habe ich natürlich schon ein paar plan- und erfolglose Versuche gestartet.
Aber wie habe ich angefangen? Zunächst habe ich mir als Ziel gesetzt, einen kleinen Rundkurs bzw. eine halbe Stunde durchlaufen zu können. Damals lief ich einfach drauf los. Klar machte ich den gleichen Fehler, den viele Anfänger machen und war von der ersten Minute an viel zu schnell unterwegs. Und so lief ich die ersten Male nur ungefähr fünf bis zehn Minuten, den Rest der Strecke musste ich gehen. Es war soo frustrierend…. ‚Was kann ich tun, um das zu ändern?‘, fragte ich mich und habe nach Tipps gesucht. Aha, ich solllte besser ganz langsam anfangen… So lief ich das nächste Mal langsamer. Aber Laufen war das noch lange nicht, eher so langsames Joggen. Aber endlich machte ich Fortschritte. So wurden aus 10 joggenden Minuten 15 Minuten, 20 Minuten und irgendwann hatte ich dann auch die halbe Stunde geschafft. An diesem Tag war ich stolz ohne Ende.

Von da an begann dann der wirkliche Weg zur Läuferin und es lief wirklich fast von alleine.
Nachdem diese erste Hürde genommen war, konnten dann Grundlagen geschaffen werden. Das habe ich durch die Verlängerung der Strecke gemacht. Irgendwann ist man auch da schließlich dann bei einer Stunde Laufzeit angekommen. Trainiert habe ich ungefähr dreimal die Woche. Da habe ich schon versucht etwas Abwechslung und Struktur ins Training zu bringen. Das bedeutet, mal kürzere Strecken, mal längere. Die längeren Läufe dann gerne Mal am Sonntag. Tempoarbeit ist erst viel später hinzugekommen. Ich glaube das war so nach 1,5 Jahren der Fall. Aber auch nur in dem Sinne, dass ich eine Einheit mal schneller als Wohlfühltempo gelaufen bin. Und schneller wird man eigentlich als Anfänger auch von allein.
‚Und was ist mit Streckenlänge und Geschwindigkeit?‘, fragt Ihr euch.  Beiden Parametern hatte ich damals eigentlich keine Aufmerksamkeit geschenkt. Ich wollte einfach nur laufen! Reines Genusslaufen so zu sagen. Und so bin ich dann auch viele Jahre weiter gelaufen. Ganz ohne Leistungsambitionen, was aber nicht heißt das ich zu keinen Laufveranstaltungen war. Die Teilnahmen waren eher aus reiner Neugier heraus, um mal Wettkampfluft geschnuppert zu haben. Das Gefühl und den Spaß beim Laufen habe ich, so wie es war, geliebt.

Kurz vorm Ziel

Was kann ich Laufanfängern mit auf den Weg geben?
Fangt einfach an! Sucht euch eine kurze Strecke und versucht diese einfach durchzulaufen. Versteift euch anfangs nicht auf Geschwindigkeiten oder Strecken. Lauft einfach! Und das regelmäßig. Versucht einfach jedesmal ein kleines bisschen besser zu sein, als das letzte Mal und Ihr werdet Fortschritte machen.

In diesem Sinne,

Keep on running!

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