Laufen und Kraftsport. Das geht doch gar nicht?

/ von Nela / Schreibe einen Kommentar

Doch, das kann sehr wohl funktionieren. Aber letzlich ist das von individuellen Zielen abhängig. In diesem Artikel möchte ich ein paar Sichtweisen diskutieren und anschließend einige Punkte bei der Trainingsgestaltung erläutern.

Beide Sportarten können sich sehr gut ergänzen. Es ist halt von der eigenen Zielsetzung abhängig. Ein Ausdauersportler, der zusätlich noch Krafttraining betreibt, wird von folgenden Dingen profitieren:

  • Verbessertene Koordination
  • Entlastung von Sehnen und Gelenken
  • Verletzungsprävention

Der Kraftsportsportler durch Cardio-Einheiten:

  • Verbesserung des Cardiovaskulärem Systems, also der Herzleistung und Blutzirkulation
  • höhere Ausdauerleistung beim Krafttraining
  • allgemeines Fitnesslevel verbessert sich

Also alles super, solange das eine ergänzend zum anderen durchgeführt wird. Aber beiden Sportarten auf dem gleichen Intensitätslevel durchführen? Das wird so auf keinen Fall funktionieren. Hier sind Prioritäten zu setzten. Möchte ich im nächsten Sommerurlaub mit schön definierten Muskeln am Strand glänzen oder möchte ich im Herbst eine neue PB erreichen?
Vier Einheiten Lauftraining sowie vier Einheiten Krafttraining werden langfristig auf jeden Fall zum Übertraining führen. Zudem haben beide Sportarten sich völlig widersprechende Ziele. Der anabole Charakter des Kraftsports ist hinderlich bei dem Erreichen schneller Zeiten. Masse wird aufgebaut und die verlangsamt nun mal. Zugegeben ist das dann eher ein männliches Problem, der holden Weiblichkeit ist es nun gar nicht möglich, ähnlich viel Masse aufzubauen. Von der kraftsportlichen Perspektive aus betrachtet, ist zu viel Cardio Gift für den Sportler. Ausdauersport ist kataboler Art und im Laufe längerer Einheiten wird dann auch Muskelmasse, respektive Proteine zur Energiebereitstellung herangezogen. An das Verfeuern der mühsam aufgebauten Muskelmasse hat der
Kraftsportler natürlich kein Interesse. Zudem wird es definitiv zu Problemen kommen, wenn ein hartes Intervalltraining und Beintraining nicht sinnvoll aufeinander abgestimmt sind. Für eines der beiden wird die Kraft fehlen und es kann nicht die geforderte Leistung errbracht werden.

barbell

Ich würde folgendes empfehlen:
Als Läufer ergänze ich mein Haupttraining mit ca. 2-3 Krafteinheiten pro Woche. Das muss dann nicht unbedingt ein Hanteltraining sein, auch Pilates und Yoga sind hervorragend geeignet. Idealerweise wechseln sich dann beide Sportarten tageweise ab. Alternativ sonst auf morgens und Abends verteilen. Wird Gewichtstraining durchgeführt, würde ich nicht mehr als ein Ganzkörpertraining zweimal die Woche absolvieren. Es würde aber auch einaml die Woche reichen. Dieser Reiz ist ausreichend um Muskeln zu erhalten.

Als Kraftsportler bleibe ich weiterhin bei meiner Trainingsroutine. Sei es ein Powerlifting-Programm oder der bevorzugte Split. Auch hier wieder auf das Timing achten. Cardio-Einheiten höchstens bis zu einer Stunde durchführen bei niedriger Intensität. Wer ballern will, kann auch gerne eine HIIT-Einheit von 20 Minuten einstreuen…

Ich selber habe jetzt den Fokus auf den Kraftsport gelegt. Nicht aus Gründen irgendwelcher Ziele, sondern weil es halt gerade einfach
mehr Spaß macht, schwere Dinge aufzuheben.

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