Warum Schwerpunkte und Ziele setzen wichtig ist

/ von Nela / Schreibe einen Kommentar

Jeder, der trainiert, hat ein klares Ziel vor Augen. Vielleicht aber auch mehrere. Diese Ziele können vielleicht gleichzeitig verfolgt, aber vielleicht stehen sie aber auch im Widerspruch zueinander. Dann ist es Zeit, Entscheidungen zu treffen und den Schwerpunkt auf ein Ziel zu richten. Vor so einer Entscheidung stand ich vor nicht allzu langer Zeit selber. Worauf lege ich meinen Schwerpunkt? Laufen oder Powerlifting?

Laufen oder Powerlifting?

Eigentlich bin ich leistungsorientierte Läuferin gewesen. Kraftsport habe ich zu der Zeit schon im kleinen Maße betrieben. Aber eher aus dem Grunde um daraus Vorteile für das Laufen zu haben und auch Verletzungen vorzubeugen. Aber Spaß habe ich schon gehabt. Sonst meidet der Laüfer den Kraftraum ja doch eher wie der Teufel das Weihwasser…
Das Aufheben von schweren Dingen hat mir dann doch genauso viel Spaß gemacht. Also wollte ich auch mehr machen hat sich da das Trainingvolumen natürlich erhöht. Von ungefähr zwei Einheiten dann auf drei bis vier Einheiten die Woche. Beides parallel im gleichen Maße auszuüben geht natürlich nicht dauerhaft. Und erst recht nicht in beiden Sportarten wirklich Leistung zu erbringen. Das bedeutet, ich lege den Fokus auf eine Sportart betreibe die andere nur nebenbei und zum Spaß. Keine leichte Entscheidung. Gelaufen bin ich jetzt 10 Jahre und habe auch ganz gute Erfolge erzielt. Warum nicht mal was neues machen? Die Entscheidung für den Kraftsport war damit gefallen.

Das Ziel

Grundlage des Ganzen war lange ein Ganzkörperplan, bin dann aber auch auf einen klassischen Oberkörper/Unterkörpersplit gewechselt. Dabei war das Trainieren
auf Volumen ehrlich gesagt nicht wirklich mein Ding und hatte eigenlich mehr Spaß daran, so viel Gewicht wie ich konnte zu bewegen und auch stärker zu werden. Kniebeugen, Bankdrücken und Kreuzheben gehörten zu meinen Lieblingsübungen und somit war der nächste Schritt sehr naheliegend…
Powerlifting! Das ist was ich will! Also habe ich dann das Training auf dieses Ziel hin umgestellt. Und das hat dann mal so richtig Spaß gemacht! Weil ich als Läuferin auch Wettkämpfe gemacht habe, möchte ich das als Kraftsportlerin natütlich auch. Und somit habe ich auch für die nächste Zeit klar definierte Ziele: Muskeln aufbauen, stärker werden und die Wettkampfteilnahme. Ich möchte mich auf ein bestimmtes Ziel konzentrieren und somit eine Sache auch sehr gut machen
und nicht zwei Dinge ganz ok.

Die Lösung

Und Laufen? Ich habe ehrlich gesagt gedacht, er wäre kein Problem, noch zweimal die Woche meine 10km-Runden zu laufen. Das war es es aber. Ich hatte keine
Kraft und schwere Beine. Das Krafttraining war doch viel fordernder als gedacht und hatte deutlich mehr Regeneration eingefordert. Und aus angepeilten 10km sind dann doch nur 5km geworden. Auf der anderen Seite war es auch frustrierend. Es klappt nämlich nicht die Pace vergangener Tage beizubehalten. Laufen war irgendwie stressig geworden, mir hat die Kraft gefehlt und ist damit zum Ballast geworden. Ich habe dann wirklich eine Laufpause gemacht und konnte mich dann von dem Zwang lösen, an alte Zeiten anknüpfen zu wollen. Mittlerweile laufe ich nur noch kleine Runden, wofür ich mich früher nicht mal umgezogen hätte… Dafür aber mit Spaß und ohne Druck. Es sind aber auch widersprüchliche Sportarten die völlig gegensätzliche Ziele verfolgen.

Ein anderes Beispiel – Aufbauen oder Abnehmen?

Aber hier noch mal ein anderes Beispiel, wo sich die Ziele nicht unmittelbar vereinen lassen: Muskelaufbau und das Abnehmen von Fett. Wir wissen ja, um Muskeln aufbauen zu können, ist ein Kalorienüberschuss erforderlich. Für den Abbau von Fett muss ein Kaloriendefizit geschaffen werden. Es sollte hier schon klar sein, dass beide Ziele nicht gleichzeitig umzusetzten sind, wenn man schon länger dabei ist. In diesem Fall muss dann priorisiert werden. Was ist wichtiger? Oder sogar sinnvoller?

Gegensätzliche Ziele zu haben bedeutet nicht, ein Ziel ausschließen zu müssen. Da muss jeder selber für sich entscheiden, was jetzt oder in der nahen Zukunft persönlicher wichtiger ist und danach die Planung und Umsetzung ausrichten. Und es ist ja auch toll, viele Dinge zu wollen und gesteckte Ziele auch erreichen zu können. Und das mit der richtigen Planung, Zeit und Motivation. Meiner Meinung nach ist es wichtig, sich immer ein Ziel vorzunehmen und sich darauf zu konzentrieren und alles für das Erreichen zu geben.

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